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Fanfiction, Prosa und Projekte – made by Carnifex.

Prolog

Eine klare Vollmondnacht, vor 15 Jahren Die zwölf Schläge der großen Glocken des Campanile auf der Piazza der Basilica San Marco in Venedig verhallten langsam, stattdessen zerriss ein Schrei die sternenklare Nacht dieses 31. Oktobers. Ein Schrei, der Angt, Verzweiflung, Reue und Hass ausdrückte. Alles zugleich. Alles nichts, was man in der Stimme des gerade […]

Kapitel I

Liebe und Mitgefühl sind Notwendigkeiten, kein Luxus. Ohne sie kann die Menschheit nicht überleben. ~Dalai Lama~ Eliott starrte seine ältere Schwester wütend an. “Du bist einfach unmöglich!”, fauchte er, doch Nanine zuckte nur mit den Schultern. “Und du bist trés naiv!“, antwortete sie und schnippte mit den Fingern. “Tu m’enerve!” Mit diesen Worten  drehte sie […]

Kapitel II

Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung. ~ Jean-Jacques Rousseau~ Eliott lief um die letzte Hausecke und erstarrte kurz. Vor ihrem Haus war eine riesige Menschenmenge versammelt. Journalisten, Schaulustige, alles Mögliche. Ein Knurren entwich ihm. Seine Mutter hatte ihn gewarnt, aber er mochte Journalisten und all diese […]

Kapitel III

Manchmal reicht eine Kleinigkeit, um einen an der empfindlichsten Stelle im Herzen zu treffen. ~Haruki Murakami~ “Was hast du, Eliott? “, fragte Laura und folgte seinem besorgten Blick. Nanine und ihre Freundinnen, beziehungsweise Anhängerinnen, kamen auf sie zu. Seine Schwester sah wütend aus, was hätte Eliott auch anderes erwartet. Laura weitete die Augen.  “Was hast […]

Kapitel IV

Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen. ~Arthur Schoppenhauer~ Allgemeine Zeitung Die Familie Duchan ist am zerreißen Vier Wochen ist es nun her, dass Monsieur Olliver Duchan ermordet wurde. Nun kämpft sein Sohn Eliott Pierre Duchan (14) ebenfalls mit dem Leben. Vor drei Wochen ist er nach […]

Kapitel V

Wer zur Quelle gelangen will, muss gegen den Strom schwimmen. ~Hermann Hesse~ Es war dunkel und ruhig im gesamten Krankenhaus. Plötzlich ein Blitz und ein junger Mann im Trenchcoat mit langen schwarzen zu einem Zopf gebundenen Haaren stand in Eliotts Krankenzimmer. Er musterte den Jungen nachdenklich. Eliott schlief unruhig und nur deshalb hatte der Mann […]

Kapitel VI

Auf der Welt gibt es nichts, was sich nicht verändert, nichts bleibt ewig so, wie es einst war. ~Zhuangzin~ Dr. Raiken blätterte im Ordner herum und schlug ihn schließlich zufrieden zu. “Du hast alles, Eliott?”, fragte er an den Jungen gewandt, der für ein letztes Durchchecken in seinem Büro auf einer Liege saß und ungeduldig […]

Kapitel VII

Nur wer gegen sich selbst milde ist, kann es auch gegen andere sein. ~Antole France~ “Nanine!” Nanine sah sich verwirrt nach dem Ursprung dieser Stimme um. Eine kleine Gestalt auf einem Motorrad winkte ihr wild zu, sprang schließlich ab und rannte auf sie zu. Eliott nahm grinsend seinen Motorradhelm ab und umarmte sie stürmisch. Dann […]

Kapitel VIII

Alles Reden ist sinnlos, wenn das Vertrauen fehlt. ~Franz Kafka~ Als Eliott seine Augen öffnete, wusste er nicht wo er war. Sein Kopf brummte, sein Ohr war taub.Er versuchte sich aufzusetzen, sank aber wieder zurück. Sein Blick fiel auf den Mann, der neben dem Bett saß und den Jungen aufmerksam betrachtete. Ein junger Mann mit […]

Kapitel IX

Den Garten des Paradieses betritt man nicht mit den Füßen, sondern mit dem Herzen. ~Bernhard von Clairvaux~ ‎Die Halle war riesig. Die Decke bestand komplett aus Glasfenstern. Ein langer Tisch um den viele besetzte Stühle standen war in der Mitte aufgebaut und schien der Mittelpunkt allen Spektakels zu sein. Pakete, Briefe, Papierkram und wichtige Dokumente. […]