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The best way to start writing is to start writing.

Joseph Fink (Welcome to Nightvale)

Bücher sind erstaunlich, nicht wahr? Ich meine, wenn man bedenkt, was sie wirklich sind. Ich habe das Gefühl, dass die Menschen der Wirklichkeit der Sprache nicht das Gewicht geben, das sie verdient. Mit Worten kann man seine Gedanken, das, was einen selbst ausmacht, in einen anderen Menschen einbringen. Sie versetzen Ihre Gedanken in den Geist einer anderen Person. Das ist natürlich keine perfekte Methode, denn es gibt viel Spielraum für Mutation und Korruption zwischen Ihrem Geist und dem des Zuhörers, aber das ändert nichts an der Essenz dessen, was Sprache ist.
Laut ausgesprochen, stirbt der Gedanke jedoch schnell, wenn er nicht aufgegriffen wird. Einfache Schwingungen, die fast so schnell verschwinden, wie sie entstanden sind, aber wenn sie einen Wirt finden, können sie sich dort festsetzen, sich vermehren und vielleicht weiter verbreiten. Dennoch ist dies keine zuverlässige Methode, was die Dauerhaftigkeit eines Gedankens angeht, denn der Mensch ist ein zerbrechliches Wesen, das selten ein Jahrhundert überdauert.
Ein Buch hingegen ist eine andere Geschichte. Es gibt geschriebene Texte, die die Zivilisationen, die sie geschaffen haben, überdauert haben. Stellen Sie sich vor, Gedanken, die Hunderte oder Tausende von Jahren alt sind, konserviert und bereit, wieder aufgenommen zu werden. Korrumpiert oder übersetzt vielleicht von einer Kultur, die sie nicht versteht, aber dennoch, Ideen, die den Geist, der sie zuerst erdacht hat, um Lebenszeiten überlebt haben.
Werden die Gedanken, die Shakespeare zuerst durch den Kopf gingen, jemals aufhören, von jemandem, irgendwo, gedacht zu werden? Und ein Buch, das so dicht mit den versteinerten Schöpfungen eines Geistes gefüllt ist – ist es da ein Wunder, dass ihm über die Jahrhunderte hinweg eine solche Macht zugeschrieben wurde? Oder dass eine alte Bibliothek mit ihren schweren Bänden, die jede Wand bedecken, ein solches Gewicht zu haben scheint, das über die physische Präsenz der darin enthaltenen Texte hinausgeht?

Hi. Mein Name ist Jay.
Obwohl mich manche Freunde auch BJ, Bonzai, Jayjay oder Beetlejuice nennen – also werdet einfach selber kreativ, wenn ihr wollt.
Ich bin z.Z. 21 Jahre alt, lebe in Deutschland (und ja, noch bei meinen Eltern xD) und ich bin queer.
Deshalb ist es auch sehr unwahrscheinlich, dass ihr in einer meiner Prosa-Geschichten über einen Protagonisten stolpert, der nicht zur LGBTQ+ Community gehört.
Und ja, das ist mir wichtig! Und auch vielen Anderen. Also, wenn du deshalb nur trollen willst, dann dreh dich doch einfach um und schrei in ein Kissen.

Schreiben ist für mich…
…Atmen, nur mit Worten.
…Fühlen, ohne etwas dergleichen jemals erfahren zu haben.
…etwas zu entwerfen, ohne Bauplan.
…etwas zu schaffen, was sein Eigenleben entwickelt.
…Gefühle schaffen, nur mit Buchstaben.
…Lachen, Weinen, Tanzen, alles zugleich.
…schaffen, zerstören, mitfühlen, nur mit Strichen.

You fail only if you stop writing.

Ray Bradbury
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